Jute ist ein wahrer Alleskönner. Ganz gleich, ob als Beetschutz im Gartenbereich, rustikales Bastelmaterial für die Weihnachtszeit oder als zuverlässiger Erosionsschutz: Die Anwendungsbereiche sind äußerst facettenreich. Darüber hinaus können Sie mit dem Einsatz dieses Gewebes auch etwas für die Umwelt tun. Da es sich hierbei um einen natürlichen, nachwachsenden Rohstoff handelt, helfen Sie mit, die wertvollen Ressourcen unseres Planeten zu schonen.

heart-3091071_640Jutegewebe – was ist das überhaupt?
Bei Jute handelt es sich um eine Bastfaser mehrerer indischer Corchorus-Arten. Insbesondere die Pflanzenarten Corchorus capsularis sowie Corchorus olitorius werden zur Fasergewinnung genutzt. Die Gewächse erreichen eine Stängellänge – und somit eine Faserlänge – von etwa 1,50 bis 3 Metern. Neben der Baumwolle zählt sie zu den wichtigsten Naturfasern. Die einjährigen Pflanzen gehören zur Familie der Lindengewächse. Ursprünglich waren sie im Mittelmeerraum beheimatet. Im Laufe der Zeit gelangten sie von dort nach Asien. Insbesondere die Länder Indien und Bangladesch sind in diesem Zusammenhang zu nennen, die heute zu den Hauptanbaugebieten zählen. Ein tropisches, immerfeuchtes Klima bietet dem Gewächs optimale Bedingungen. Nach dem Ausraufen oder Abschneiden der Pflanzen werden die begehrten Fasern mithilfe der Röste gewonnen. Vor allem die Wasser- oder Tauröste kommt hierbei zum Einsatz. Im ungebleichten Zustand werden die Fasern zu grobem Gewebe verarbeitet, welches insbesondere für die Herstellung von Jutesäcken verwendet wird. Jute, welches ein besseres Gewebe aufweist, findet unter anderem für die Produktion von rustikalen Vorhängen, Tischdecken und Teppichen Verwendung.

Mit welchen Eigenschaften kann Jutegewebe punkten?
Einer der wesentlichen Vorteile liegt darin, dass dieses Gewebe vollständig biologisch abbaubar ist. Die Naturfaser zeichnet sich durch einen seidigen, goldenen Glanz aus, weshalb sie auch unter dem Namen „die goldene Faser“ bekannt ist. Darüber hinaus zählen eine gute Verrottbarkeit sowie ein hohes Wasseraufnahmevermögen zu ihren weiteren Eigenschaften.

Jutegewebe als Erosionsschutz
Böschungen, Uferzonen sowie geneigte Erdbauwerke sind bis zu einer flächigen Durchwurzelung und Begrünung stark durch Erosionen gefährdet. Vor allem häufig auftretender Starkregen erhöht die Gefahr von Rutschungen und Erosionsschäden. Die diesbezüglichen Folgen wieder zu beseitigen, ist mit hohem Aufwand verbunden. Je nach Ausmaß müssen die Flächen mehrfach saniert werden. Um dies zu verhindern, werden unter anderem Erosionsschutzmatten aus Jutegewebe eingesetzt. Diese werden nach dem Aufbringen des Saatgutes als sogenannte Sicherungslage verlegt. Der Vorteil des Gewebes liegt daran, dass es sich einfach verlegen lässt und sich gut an das jeweilige Gelände anpasst. Weiterhin gleichen sie Temperaturschwankungen aus, sodass das Saatgut bestmöglich keimen kann. Auch wird einer zusätzlichen Bodenaustrocknung entgegengewirkt, da das Naturmaterial hervorragend Wasser speichert und es langsam wieder abgibt. Nachdem die Sämereien Wurzeln geschlagen haben, verrotten die Matten vollständig. Sie können Jutegwebe für den Erosionsschutz und sonstiges Jutegwebe auf https://www.sifor.at/de/jutegewebe.htm kaufen.

Jute und Bastelarbeiten – eine wunderbare Kombination
Die Naturfaser erfreut sich bei Bastelfreunden großer Beliebtheit. Besonders Kindern fällt das Arbeiten mit diesem Stoff leicht, sodass sie mühelos ihre Ideen umsetzen können. In der Floristik kommt das urig anmutende Gewebe als dekorative Schleife in Blumensträußen zum Einsatz. Aber auch als Umwicklung von Blumentöpfen oder als „Geschenkpapier“ verleihen sie dem Objekt eine rustikale Note. Weiterhin zählt dieses Naturgewebe zu den Klassikern in der Vorweihnachtszeit. Vor allem als Verpackung, Verzierung der Geschenke oder Dekorationsmaterial ist es äußerst gefragt.