Der Beruf des Fitness Coach erfreut sich auch in der Schweiz immer grösserer Beliebtheit. Das liegt nicht zuletzt daran, dass auf ausgebildete Fitnesstrainer vielfältige und interessante Einsatzgebiete warten – beispielsweise in Fitnessstudios, in Wellnesshotels oder aber als Personal Trainer. Sportbegeisterte können ihr Hobby mit einer Fitness Coach Ausbildung zum Beruf machen. Der folgende Beitrag informiert über Ausbildungsmöglichkeiten und -inhalte in der Schweiz sowie die beruflichen Aussichten als staatlich anerkannter Fitnesstrainer.

fitness-594143_640Wie werde ich anerkannter Fitness Coach?
In der Schweiz ist Fitnesstrainer ein seit dem Jahr 2012 anerkannter und sehr beliebter Lehrberuf. Um als Fitnesstrainer arbeiten zu können, benötigt man eine Trainer-Lizenz beziehungsweise einen Trainerschein. Diesen erwirbt man mit der Fitnesstrainer B-Lizenz, die man ohne besondere Zulassungsvoraussetzungen absolvieren kann. Dafür muss man lediglich das 18. Lebensjahr vollendet haben. Einzige weitere Voraussetzung, um zur Fitness Coach Ausbildung zugelassen zu werden, ist der Spass und die Begeisterung am Sport und am Umgang mit anderen Menschen.

Neben der Fitnesstrainer B-Lizenz gibt es in der Schweiz die A-Lizenz. Während die B-Lizenz die Basisausbildung zum Fitnesstrainer darstellt und anatomische Kenntnisse, die Grundlagen der Trainingslehre sowie den Umgang mit Geräten und Ernährung vermittelt, baut die A-Lizenz auf der B-Lizenz auf und beinhaltet vertiefendes Wissen.

Bereits mit der B-Lizenz kann man in jedem Fitnessstudio als Trainer arbeiten. Wer die A-Lizenz besitzt, hat ausserdem die Möglichkeit, seine persönliche Expertise sowie das Gehalt mit zusätzlichen Qualifikationen und Fitnesstrainer-Ausbildungen zu erweitern. Dazu gehören beispielsweise Aus- oder Weiterbildungen zum Ernährungsberater oder Personal Trainer. Möglich sind aber auch Fitnesstrainer-Lizenzen für besondere Sportarten oder Gruppentrainings wie Zumba, Faszientraining oder Kinesio-Taping.

Was lerne ich in der Ausbildung zum Fitness Coach?
Beim Erwerb der B-Lizenz lernen Teilnehmer alles Wesentliche, was sie über den Einstieg in die Fitnessbranche wissen müssen. Dazu gehört medizinisches Grundwissen wie die Zelllehre und Kenntnisse zum Herz-Kreislauf-System sowie die Grundlagen der Trainingslehre und der Ernährungswissenschaften. Die A-Lizenz hingegen vermittelt zusätzlich das Wissen zum Erstellen individueller Trainingspläne sowie zu Krafttestverfahren und zur Körperfettmessung. Darüber hinaus gehören zur A-Lizenz folgende Inhalte:

- Methoden für Leistungssport und leistungsorientiertes Krafttraining
- Grundlagen der Sportmedizin und Anatomie
- Wissen über orthopädische Einschränkungen und Krankheitsbilder
- didaktisches Wissen und Lernpsychologie
- Methoden für Beratung und Verkauf
- spezielle Zielgruppen, zum Beispiel Senioren oder Kinder

Mit diesem Wissen sind angehende Fitness Coaches in der Lage, gesunde Personen zu betreuen und sie bei der Steigerung ihrer Fitness, dem Muskelaufbau oder der Gewichtsabnahme zu unterstützen.

Sie können die Ausbildung zum Fitness Coach zum Beispeil hier absolvieren: https://www.swisspraevensana.ch/diplomausbildung/personaltrainerin-mit-diplomabschluss.html

Wie sind die Berufschancen?
Aufgrund gesellschaftlicher Trends wie dem allgemein steigenden Gesundheitsbewusstsein verzeichnete die Fitnessbranche in den vergangenen Jahren ein enormes Wachstum. Dabei spielt in Fitnessstudios und Wellnesseinrichtungen nicht mehr nur die sportliche Betätigung eine Rolle, sondern vermehrt auch Präventionsmassnahmen gegen Rückenprobleme, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und stressbedingte Leiden.

Eine Fitness Coach Ausbildung bietet also vielerlei Möglichkeiten für die berufliche Entwicklung. Fitness Coaches arbeiten nicht nur in Fitnessstudios oder als Personal Trainer, sondern beispielsweise auch in Sportvereinen sowie Wellness- oder Gesundheitseinrichtungen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, in Vereinen, im betrieblichen Sport oder auf Honorarbasis in verschiedenen Bereichen tätig zu werden. Auch für Reiselustige bieten sich Optionen, beispielsweise als Animateur in Sporthotels oder Wellness- und Ferienanlagen.